Wirbelsäule

 

Das Pferd besitzt sieben Halswirbel.

Der erste Halswirbel ist der Atlas, er steht über den Dens axis mit dem zweiten, dem Axis in Verbindung.

Zwischen dem 3. und 4. Halswirbel geschieht die Umstellung von Kyphose in Lordose (von einer Wirbelsäulenkrümmung nach hinten, zu einer Krümmung nach vorne). Dies macht dieses Gelenk anfällig für Verletzungen, zum Beispiel durch einen Sturz. Durch die Komprimierung des Rückenmarks, können als Folge Koordinationsstörungen auftreten.

Im Sport stehen Pferde oft unter hoher Belastung und die Wirbelsäule wird, zum Beispiel im Polosport, stark beansprucht. Um hier einen guten und gesunden Bewegungsablauf zu ermöglichen, muss man Blockaden vorbeugen.

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Eine Ursache für eine schlechte Atmung kann eine Blockade zwischen dem 5. und 6. Halswirbel sein. Hier tritt der Nervus phrenicus aus, dieser steuert das Zwerchfell und eine Komprimierung dieses Nervs wirkt sich demnach auf das Einatmen aus.

Der 7. Halswirbel blockiert häufig durch eine Verspannung der Rippenhalter (Mm. scalenii). Diese Muskeln haben auch einen Einfluss auf die erste Rippe und die letzten drei Halswirbel. 

Symptome können sein, dass sich das Pferd beim Reiten nach außen stellt, verkürzte abstumpfte Tritte zeigt und wenn Nerven mit betroffen sind,

können die Pferde aufgrund der Schmerzen sogar Steigen.

Das Gebiss und damit die Reiterhand, haben einen direkten Einfluss auf Genick, Zungenbein und Kiefergelenk. Und diese stehen wiederum über Muskeln in Verbindung mit der Halswirbelsäule. Bei Blockaden sollte demnach auch immer die Ausrüstung kontrolliert werden, um die Ursache zu finden.

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Zusammengefasst kann gesagt werden, das Blockaden in der Halswirbelsäule vorliegen können, wenn das Pferd Taktfehler, Stolpern,

Stellungsprobleme, Wiedersetzlichkeiten oder Atmungsprobleme aufzeigt.

Behandlung der Halswirbelsäule

Blockaden der Halswirbelsäule

Organische Funktionsstörungen im zusammenhang mit Blockaden der Brustwirbelsäule 

Ein reelles ´über den Rücken Reiten´, ist nur mit einem losgelassenen und gehobenen Rücken möglich.

Liegt eine Blockade in den Brustwirbeln vor, so tritt diese häufig in weggedrückter Haltung auf, dadurch ist ein Aufwölben des Rückens nicht mehr möglich.

Ein typisches Bild ist ein erhobener Kopf, ein weggedrückter Rücken, kurze Schritte ohne Schwung und eine Hinterhand, die nach hinten ausweicht und nicht mehr unter den Schwerpunkt treten kann.

Sobald eine Blockade in der Wirbelsäule besteht, ist eine korrekte Kraftübertragung von der Hinterhand nach vorne nicht mehr möglich. 

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Durch diese Fehlstellung der Wirbel können auch Nerven, die zwischen den Brustwirbeln austreten, komprimiert werden. Diese Nerven versorgen verschiedene Bereich, hauptsächlich innere Organe. Dadurch können Blockaden in der Brustwirbelsäule direkte Auswirkungen auf Funktionsstörungen von inneren Organen haben.

Probleme mit dem Herzen oder der Lunge können auf blockierte Brustwirbel zurück geführt werden. Wenn Brustwirbel untereinander blockieren setzen sich auch die dazugehörigen rippen fest. Das kann zu einer eingeschränkten Atmung  oder sogar zu einer Herz-Rhythmus-Störung führen.

eine unterversorgte Leber oder ein gereizter Magen (Magengeschwüre) können Bewegungseinschränlungen in der Wirbelsäule hervorrufen. So kann der Bewegungsimpuls aus der Hinterhand nicht mehr über den Rücken nach vorne übertragen werden. man hat das Gefühl eines zweigeteilten Pferde, weil Vorder- und Hinterhand nicht zusammen passen.

Auch ständiger Durchfall oder wiederkehrende Koliken können auf eine Blockade in den letzen Brustwirbeln hindeuten. Hier treten die  Nerven für den Dickdarm aus.

Eine Biegung ist nur mit aufgewölbtem Rücken möglich.

Hier zu sehen:  das Pferd drückt den Rücken weg und belastet dadurch die Gliedmaßen falsch, wodurch die Sehnen stark beansprucht werden.

Zum Longieren empfiehlt sich immer ein Kappzaum und kein Halfter oder Trense.

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Palpation der Brustwirbelsäule

Blockaden der Brustwirbelsäule